Buchblog 2026 – der Weg zum Buch.

Vor dem Buch ist nach dem Buch.

Heute ist der 29.12.2025 – das Buch ist noch nicht veröffentlicht.

Am 24.12. wurde in unserem Praxisdorf angekündigt, dass der Dorfarzt ein Buch veröffentlicht.

Seitdem habe ich gespannt gewartet.
Ein Tag … zwei Tage … drei Tage …
Nichts. 🤔

Ich habe mich ernsthaft gefragt:
Hat es niemand gelesen?
Oder war Weihnachten einfach zu gut?

Und dann – heute, am vierten Tag nach der Ankündigung – kamen zwei verbindliche Buchanfragen.
Von zwei wunderbaren Patientinnen/Patienten, mit denen ich täglich zu tun habe.


Und ehrlich gesagt:
Heute fängt eine neue Geschichte an.

Das hat meinen Tag wirklich besonders gemacht.
Vielen Dank an Sie beide – Sie wissen gar nicht, wie sehr.

Heute fühlt es sich für mich so an, als hätte 2026 schon begonnen.

Teil 2:

Heute ist der 03.01.2026: Warum Schreiben schnell geht – und Veröffentlichen Geduld braucht

Die Idee für mein Buch war schnell da. Geschrieben war es auch schnell.
Sehr schnell sogar.

In meinen Augustferien habe ich das komplette Manuskript in zehn Tagen geschrieben. Zehn Tage! Der kreative Teil – das Erzählen, Erinnern, Strukturieren – das lief überraschend leicht. Fast wie ein guter Flow im Urlaub.

Was ich allerdings unterschätzt habe:
Der Weg danach.

Denn das Schreiben ist nur der Anfang. Der eigentliche Marathon beginnt zwischen letztem Punkt und dem Moment, in dem man sagt: „Ja, so darf es in die Welt.“

Plötzlich geht es um Fragen wie:

  • Wie soll das Cover aussehen?
  • Welche Schrift passt zu dieser Geschichte?
  • Welche Größe, welcher Abstand, welches Gefühl?
  • Wie viel „Ich“ darf man sehen – und wie viel Zurückhaltung braucht es?

Allein das Lektorat hat bei mir 45 Tage gedauert. Danach folgten weitere zweieinhalb Monate für die Feinbearbeitung des Buches. Seiten, Absätze, Übergänge, Nuancen. Alles wird gewogen. Alles zählt.

Und jetzt?
Wir haben Anfang Januar – und ich kann das Buch noch immer nicht freigeben. Nicht, weil es schlecht wäre. Sondern weil das aktuelle Cover noch nicht stimmt. Es fehlt nicht viel. Aber genau diese letzten Feinjustierungen machen den Unterschied.

Was ich dabei gelernt habe:
Schriftsteller zu sein heißt nicht nur schreiben zu können.
Es heißt Geduld zu haben, Entscheidungen auszuhalten und trotzdem das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Das Buch kommt. Schritt für Schritt.
Und ehrlich gesagt: Genau das macht den Moment der Veröffentlichung später umso schöner.

Fortsetzung folgt. 😊

Teil 3

Heute ist der 09.01.2026.

Der Wintersturm Elli hat den Norden fest im Griff. Flensburg, Schleswig-Holstein, der ganze Norden – alles liegt unter einer stillen, schweren Schneedecke. Die Welt draußen ist weiß, langsam, beinahe gedämpft.

Und während der Schnee fällt, kreisen meine Gedanken um eine ganz andere Entscheidung: das Cover meines Buches.

Das Brandenburger Tor ist eines der stärksten Symbole Deutschlands. Es steht für Geschichte, Größe, politische Wucht. Und genau das ist vielleicht das Problem. Es ist ikonisch – aber für mich auch ein wenig zu monumental, zu streng, fast erdrückend.

Zwei andere Bilder lassen mich nicht los.

Da ist zum einen ein Faxgerät. Altmodisch, beinahe aus der Zeit gefallen – und doch bis heute präsent. Für mich ist es ein perfektes Sinnbild für Deutschland: hochmodern und gleichzeitig tief verwurzelt in Traditionen. Effizient, präzise, manchmal eigensinnig – und genau deshalb so einzigartig. Ein Bild, das polarisiert, Diskussionen auslöst, Fragen stellt.

Und dann ist da das Rapsfeld. Weit, gelb, offen. Ein Bild voller Leichtigkeit, Sanftheit und Ruhe. So, wie sich mein Leben in Deutschland heute anfühlt. Erdung statt Pathos. Weite statt Enge.

Im Moment zieht mich das Faxgerät stärker an. Vielleicht, weil es mehr Reibung erzeugt. Vielleicht, weil es ehrlicher ist. Oder weil es genau diese Spannung widerspiegelt, die meinen Weg hierher geprägt hat.

Ich werde diese Gedanken mit dem Verlag teilen. Und dann sehen wir, wohin die Reise geht. So wie so oft in meinem Leben: offen, neugierig – und mit Vertrauen in den nächsten Schritt.

Die Entscheidung reift – to be continued.

Der Weg zum Buch – 11.01.
Wenn Interesse sichtbar wird

Ich komme gut in dieser Woche an. Die ersten Buchanfragen sind bereits zweistellig, und das Interesse der Menschen wird spürbar – nicht laut, sondern stetig. Genau diese leise Dynamik fühlt sich richtig an.

Aktuell befinde ich mich in einer der sensibelsten Phasen: der Entscheidung für das Buchcover. Zwei finale Varianten stehen im Raum. Es geht dabei nicht um „schöner oder moderner“, sondern um die Frage, welches Bild die Geschichte ehrlich nach außen trägt.

Dieser Prozess lehrt Geduld. Ein Buch entsteht nicht mit der letzten geschriebenen Zeile, sondern mit der Bereitschaft, Verantwortung für jedes Detail zu übernehmen.

Noch hoffe ich, das Buch in dieser Woche zur Online-Bestellung freizugeben.
Noch ist nichts abgeschlossen – aber vieles nimmt Form an.